Die Kosten im Gesundheitswesen sind zu hoch. Die Prämienlast nimmt jedes Jahr zu. Die jetzigen Akteure im Gesundheitswesen profitieren alle. Darum will niemand sparen. Es braucht Druck vom Volk durch eine Verfassungsbestimmung. Ich setze mich für eine Kostenbremse ein, denn ich will kein Zweiklassen-System im Gesundheitswesen.

Die demografische Entwicklung bringt die Sozialwerke finanziell in eine Schieflage – die Menschen werden immer älter und beziehen länger ihre Renten. Ich will dieses Solidaritätswerk auch für meine Generation sichern. Ich will sichere Sozialwerke, die Pensionierten und bedürftigen Personen Sicherheit geben, ohne der nächsten Generation Schuldenberge zu hinterlassen.


Die Klimapolitik ist eine der grössten Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie betrifft vor allem die Energie- und Mobilitätspolitik. Meine Generation hat hier eine grosse Aufgabe zu bewältigen. Ich fordere ein Umdenken, ohne dabei dem Wirtschaftsstandort Schweiz zu schaden. Es müssen Anreize geschaffen werden, damit die Umwelt weniger belastet wird.

  • Die Klimadiskussion ist eine Chance für den Innovations- und Forschungsstandort Schweiz. Investieren wir und packen diese Chance für die Schweiz.
  • Die Flugbranche muss ihren angemessenen Beitrag leisten.
  • Durch die Steigerung der Energieffizienz im Gebäudebereich kann und muss ein ambitioniertes Inlandsziel erreicht werden.

Unsere Eigenverantwortung darf aber nicht vergessen werden. Klimaschutz beginnt bei uns.


Unser duales Bildungssystem ist ein Erfolgsmodell und trägt massgebend zum Wohlstand der Schweiz bei. Ich setze mich dafür ein, dass dieses System weitergeführt  und gestärkt wird. Es muss mehr Geld in die Berufsbildung und Weiterbildungen investiert werden. Durch Weiterbildungen kann man mit der sich schnell wandelnden Technologie Schritt halten und sein Wissen vertiefen. Gut ausgebildetet Fachkräfte kommen schlussendlich der ganzen Schweiz zu gute.


Weitere Themen:

  • Die Mobilität stösst an Grenzen: Wir alle sind unterwegs, aber unser Bewegungsdrang stösst an Grenzen. Wir dürfen das Auto nicht gegen den öffentlichen Verkehr ausspielen. Ich setze mich für die Entlastung des Thurtales durch die neue „Bodensee-Thurtal-Strasse“ ein und für ein gut ausgebautes ÖV-Netz im ganzen Thurgau und vor allem im ländlichen Gebiet. Freitag und Samstag-Nacht braucht es einen Nachtbus vom Wiler Bahnhof in den Hinterthurgau.

  • Pflegeberuf stärken: Wer im Pflegebereich tätig ist, der erfüllt einen unschätzbaren Dienst an der Gesellschaft. Ich habe grossen Respekt vor dieses Tätigkeit. Es braucht bessere Weiterbildungsmöglichkeiten und zeitgemässe Anstellungsbedingungen. Die Pflegetätigkeit verdient einen höheren, angemesseneren Stellenwert in unserer Gesellschaft. Bei blossen Bekenntnissen dazu darf es nicht bleiben. Politisch sind die entsprechenden Mittel bereitzustellen.

  • Reform der Wehrpflicht: Meine Rekrutenschule habe ich vor einem Jahr abgeschlossen. Ich stehe für den Militärdienst ein. Es gibt aber einige Herausforderungen zu bewältigen. Die Armee hat in meiner Generation einen anderen Stellenwert. Viele junge Frauen und Männer sind bereit und motiviert sich eine Zeit lang in den Dienst des Staates zu stellen. Dieses Potenzial einer neuen Generation gilt es zu nutzen. Denken wir neu!

  • Schwarze Liste im Kanton Thurgau: Der Kanton Thurgau führt Kinder unter 18 Jahren auf einer schwarzen Liste säumiger Prämienzahler. Damit verstösst er gegen die UNO-Kinderrechtskonvention. Der Fakt, dass die Kinder mit dem Erreichen der Volljährigkeit, die in ihrem Namen angehäuften Prämienschulden übernehmen müssen, ist eine Schande. Ich will einen anständigen und solidarischen Kanton. Das ist er unter diesen Umständen nicht. Schulden sollten vollumfänglich den Eltern belastet werden, denn sie sind für die Kinder verantwortlich.

  • Härtere Strafen gegen gewalttätige Fans: Man muss diese Menschen anzeigen und dann hart bestrafen. Es dürfen nicht alle Sicherheits-Kosten der öffentlichen Hand aufgeladen werden. Dazu braucht es die Mitarbeit der Vereine und Organisationen.

  • Ausverkauf stoppen: Es ist falsch, Firmenkäufe durch ausländische Unternehmen (v.a. staatliche Unternehmen aus China) nicht zu kontrollieren. Im Riesenreich sind Firmenkäufe im Ausland Teil einer geopolitischen Machtstrategie. China ist für mehr als ein Fünftel aller Firmenübernahmen weltweit verantwortlich. Es geht um die Sicherheit von Arbeitsplätzen, unser Know-How und sicherheitsrelevante Kenntnisse.
    Der aktuelle naive Liberalismus gegenüber diesen chinesischen Investoren ist nicht im Sinne der Schweiz. Das muss sich ändern.

  • Abschaffung der Heiratsstrafe: Es kann nicht sein, dass im Steuerrecht eine diskriminierende Regelung gegenüber eingetragenen und verheirateten Paaren existiert, die das Bundesgericht schon 1984 als verfassungswidrig erklärt hat. Nach wie vor werden jedoch eingetragene und verheiratete Paare gegenüber Konkubinatspaaren benachteiligt. Sowohl bei den Steuern als auch bei den Sozialversicherungen. Das hätte sich schon lange ändern sollen. Es ist Zeit.

  • Ich unterstütze die erweiterte Widerspruchs­lösung für die Organspende. Wir müssen die Organspende fördern und so Leben retten. Klares Ziel ist, dass ein Erwachsener im Todesfall zum potenziellen Organspender wird – es sei denn, er hat seinen Widerspruch zu Lebzeiten in ein offizielles Register eintragen lassen. Das ist dringend nötig, denn jedes Jahr sterben in der Schweiz Dutzende, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten.